Marius Hildebrand

Projekt: Rechtspopulismus und Ethnopluralismus in der Schweiz. Eine Hegemonieanalyse des SVP-Populismus

-> siehe Schriftenreihe, Band 9

Projektbeschreibung:
Gegenstand meiner Dissertation ist der um die Schweizerische Volkspartei (SVP) und ihre Führungsfigur Christoph Blocher zentrierte Schweizer Populismus. Im Unterschied zur konventionellen Populismusforschung, die den Aufstieg populistischer Parteien markttheoretisch als Folge einer milieuspezifischen politischen Nachfrage deutet, lege ich eine diskurs- bzw. hegemonietheoretische Perspektive zugrunde. Mein Forschungsinteresse richtet sich auf den performativen Aspekt der populistischen Rhetorik, d.h. auf die symbolische Repräsentationsleistung, die das Schweizer Volk als klassen-, schichten- und milieuübergreifende Identität konstituiert. Im Zentrum steht die Konstruktion eines Volkes, das sich entgegen der traditionellen Selbstbeschreibung der politischen Schweiz als konkordanzdemokratisch integrierte, multikulturelle „Ausgleichsgesellschaft“ (Rehberg) anhand binär-teilungsbetonter Repertoires identifiziert.

Betreuer:
Prof. Dr. Urs Stäheli (Universität Hamburg)

Fachbereich:
Soziologie

Akademischer Werdegang des Fellows:

    2003-2010: M.A. Politikwissenschaft, Romanistik und Geographie (TU Dresden; Universität Freiburg)

    Publikationen (bis zum Abschluss des Promotionsverfahrens)

    • "Populismus oder agonale Demokratie? Bruchlinien der theoretischen Symbiose von Laclau und Mouffe", zusammen mit Astrid Séville, in: Politische Vierteljahresschrift 1/2015, S. 27 ff.
    • „The Negation of Power. From Structuration Theory to the Third Way”, zusammen mit Conrad Lluis-Martell, in: Distinktion – Scandinavian Journal of Social Theory, 13/2, 2012, S. 187–207.
    • "Bildwelten und Weltbilder des revolutionären Sozialismus – Über die Wechselwirkung zwischen Metaphorik und politischer Ideologie“, in: Kimminich, Eva (Hg.) (2008): Metaphern der Macht – Macht der Metapher, Aachen, S. 49–92.