Alexander Mayr

Projekt: Der Einfluss von Schuld auf die Strafbarkeit juristischer Personen.

Projektbeschreibung
Eine Bestrafung juristischer Personen mit den Mitteln des Strafrechts ist in Deutschland nach derzeitigem Recht nicht möglich. Es gilt der Grundsatz „Keine Strafe ohne Schuld“, was ein Hauptargument gegen die Bestrafung von Kollektiven darstellt.

Die Arbeit setzt sich rechtsvergleichend mit der Frage auseinander, welchen Einfluss Schuld auf die strafrechtliche Ahndung von juristischen Personen als Form des Kollektivs hat. Dafür muss zunächst geklärt werden, was „Schuld“ im deutschen Sinne bedeutet und ob der Begriff für die Strafbarkeit juristischer Personen nutzbar gemacht werden kann. Primär ist dabei zu klären, ob die Schuld eines Einzelnen auf das Kollektiv übertragen werden kann

Rechtsvergleichend ist danach darzulegen, wie Rechtsordnungen, die eine strafrechtliche Ahnung juristischer Personen kennen, den Begriff der „Schuld“ verstehen. Außerdem ist zu klären, wie die Zurechnung von Schuld dort dogmatisch hergeleitet wird.

Mit Hilfe dieser Ergebnisse soll sodann eine Aussage über die Zurechnung von Schuld und dessen Auswirkungen auf das bisherige deutsche Strafrechtsverständnis getroffen werden können.

Betreuer:
Prof. Dr. Luís Greco (Universität Augsburg)

Fachbereich:
Rechtswissenschaften

Akademischer Werdegang des Fellows:

    • seit 2016: LL.M., Business Law and Economic Law (Universität Halle)
    • 2010-2016: 1. Staatsexamen, Rechtswissenschaften (Universität Augsburg)

    Publikationen (bis zum Abschluss des Promotionsverfahrens):

    • Steuerstrafrecht – Strafbarkeit der Organe in Unternehmen“, (zus. mit Dibbelt, M./Ritterbach, C.), Karlsruhe 2016.