Jan Tenner

Projekt: Regelungsbedürftigkeit und -möglichkeiten des personellen Transfers zwischen Politik und Wirtschaft durch den Bundesgesetzgeber

Projektbeschreibung:
Karenzzeiten für Spitzenpolitiker nach deren Scheiden aus dem Amt sind aktuell in aller Munde. Eine verbindliche Regelung soll her, doch kommt diese ohne juristischen Diskurs nicht aus. Bislang begnügte sich die Politik darauf zu verweisen, dass zum einen die Ausgangslage der Politiker, zum anderen das Wechselziel derselben zu unterschiedlich für eine Regelung sei. Die Dissertation erarbeitet das Kollektiv der Politischen Entscheider als Normadressaten anhand spezifischer Standardisierungen, die den Anforderungen des Gleichheitssatzes Rechnung tragen. Der rechtssoziologische Teil der Arbeit untersucht das reelle Wechselverhalten und identifiziert die verschiedenen Wechselstrukturen. Die verfassungs- und einfach-rechtliche Hülle aus Befangenheits- und Amtsregeln konstituiert das Kollektiv und gibt den rechtlichen Rahmen für etwaige nachamtliche Tätigkeitsbeschränkungen vor. Neben staats- und verfassungsrechtlichen Erwägungen analysiert die Arbeit spiegelbildliche zivilrechtliche Regelungen, die an artverwandte Standardisierungen anknüpfen; etwa Karenzzeiten für Vorstandsmitglieder von Aktiengesellschaften, welche auf denselben verfassungsrechtlichen Wertentscheidungen basieren.

Betreuer:
Prof. Dr. Bernd Hartmann (Universität Osnabrück)

Fachbereich:
Rechtswissenschaft

Akademischer Werdegang des Fellows:

  • 2008-2013: Studium der Rechtswissenschaft (Universität Münster) - Abschluss: 1. Juristische Staatsexamen/Dipl.-Jurist
  • Wintersemester 2011/12: ERASMUS-Studium an der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen